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![]() die traurige geschichte des © zusammengetragen bei no-copy.org. auch als film. hier direkt zum abspielen
heute mal alte schriften a. ![]() älteres posting, von judas angeblich, "in fünffacher hinsicht als echte apokryphe schrift identifiziert: radiokarbondatierung, tintenanalyse, multispektrale bildverarbeitung, kontextuelle und paläographische belege", hieß es. ausgerechnet judas. die einen reden von einer rehabilitierungskampagne und überschlagen sich in konjunktiven, andere sehen die sache mit der kreuzigung relativiert (I heart internet); das einzige evangelium, in dem ich je länger gelesen habe, ist das thomas-evangelium. b. ![]() irgendwie erdverbundener, anders ausgelegt, realistischer, unbeliebt, weil nicht kirchenfixiert und cineastisch ausgeschlachtet. "jesus sprach: Das reich gottes ist in dir und um dich herum, nicht in (prachtvollen) gebäuden aus holz und stein. spalte ein stück holz und ich bin da. hebe einen stein auf und du wirst mich finden". filmquizzinger. oder auch nicht.
ihre heiligkeit, der sonntag so ein angebrachter sonntag dürfte beginnen gegen 11:30, alles andre als fleißich sondern eher noch dösen, im liegen sich biegend, an im dunkeln läuft wie bestellt, den ipod im suff gestern nacht noch gestellt, anuar brahem mit einem album, das ich mehr als empfehlen kann. sie will kuscheln und verschüttet den tee, den mit halber zitrone fürs vitamin C. "scheisse, längst zeit, dass ich langsam mal geh" ersticke ich prompt, weil ich längst schon steh, mit dem kissen und wir machens nochmal. ohne gewissen oder verbissene qual, irgendwas müsse geschehen. sie riecht immernoch nach frühling, so wie gestern, und während sie da sitzt, am bettende und sich in ihr samstagabenddress zurückzwängt, küsse ich ihre schulter und erhebe mich nackt. die espressomaschine muss vorgeheizt werden, und sieh an, da liegt noch der vorgedrehte spliff von gestern, den wir eigentlich danach rauchen wollten. als ich überlege, ob sie mich für krank hält, wenn ich jetzt den laptop aufklappe, kommt sie sich schminkend aus dem bad, die absätze klackernd, streng aber sie lächelt sanft. mitlerweile läuft a love supreme von alice coltrane und an ihrer frisur nestelnd erzählt sie einen von taufe und taxi, aber schnell, wir lachen über den schrägen sound und sie ist toll, zwinkert, streicht mir durch die haare, nimmt den autoschlüssel mit dem ich winke und ist verschwunden. noch ein grund, den sonntag daheim zu verbringen. espressomaschine auf betriebstemperatur, 56, 27, take one. schnell was übergezogen und andere musik. ![]() laptop ist längst am laufen, wynton marsalis auch, für take two muss ich wasser nachfüllen und der dübel glüht. ich steppe barfuß in den garten und kann es plötzlich kaum noch erwarten, das alles, so sinnlos es sein mag zu bloggen.
die leitkultur "Unsympathisch oder sogar ärgerlich darf jeder finden, was er will. Entscheidend ist nicht die Toleranz der Herzen; es ist im Gegenteil geradezu ein Privileg des Rechtsstaates, auch atavistische Gefühlsregungen vor der erzieherischen Zudringlichkeit der Mehrheitsgesellschaft zu schützen. Man nennt es auch Meinungsfreiheit." ... "Was wir gegenwärtig erleben, ist aber die Forderung nach Übernahme des ganzen emanzipatorischen Wertekanons und folkloristischen Plunders der westlichen Lebensweise, und zwar nicht etwa passiv tolerierend, sondern mit dem Herzen. Eine solche Forderung ist jedoch keine Sache der Demokratie, sondern eine Erziehungsdiktatur." jens jenssen in der zeit
gallery ![]() nicht vergangenen sondern den samstag davor haben die rogues im herzogs in schwabing gespielt. da geht es immer familiärer zu. trotz zum teil knüppelharter sounds. (also nich dass da kinder rumlaufen, aber man kennt sich so von den konzerten) auf dem foto sieht man, vom betrachter aus links, den gitarristen herrn stevens, in der mitte ben knabe (vocals) und rechts, am bass, der blitz, welcher mir versprochen, sein blog in zukunft besser zu pflegen. hier sind noch ein paar fotos. auf der website sowieso.
mit ein bisschen glück stößt der autor auf auf mindestens einen leser, dem die lautlose schwingung des metatextes genügt, um aktiv resonanz zu erzeugen. diese resonanz ist nicht einfach ein feeback, oder informelle ergänzung, sondern echt. echter als worte an sich. was müsste man leisten, um der möglichkeit dazu alle türen offen zu halten? anders betrachtet kann die frage auch lauten: wie lerne ich mir eine leserschaft an? es sind gar nicht so wenige texte, bei denen ich ehrlich behaupten kann, sie hätten mich inspiriert, animiert, von der aufrichtigkeit des autors überzeugt, mir zu denken gegeben, oder wie man dieses erlebnis auch benennen mag, das einen dazu bringt, zu schwelgen, alleine vor dem bildschirm bei völliger ruhe zu lachen, oder weiter zu recherchieren. (im hintergrund läuft, zum ersten mal, ane brun - a temporary dive, vor ein paar tagen bei caesar tjalbo gefunden.)
Unsere Utopie erstreckt sich auf freie Bildung, auf vernetztes Wirtschaften, auf die Freiheit der Rede und die Freiheit unserer Meinung, auf die Achtung von Natur als dem Schoß aus dem wir stammen, auf Zivilcourage und Kultur. Unsere Utopie steht überall geschrieben. Also versucht nicht, uns zu erzählen, wir hätten keine.</> (j.v.s.)
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