heute wieder gelesen, guantanamo bay gehöre zu cuba, bzw, gefangene werden auf cuba festgehalten. und das in einem juristischen kontext.
nach dem spanisch-amerikanischen krieg ende des 18.jahrhunderts geriet cuba mehr und mehr in amerikanische abhängigkeit. die usa forcierten einen verfassungszusatz (platt amendment), dessen artikel VII ihnen das recht einräumte, landstrecken von cuba "zu kaufen oder zu pachten" und als marinestützpunkte zu benutzen. zur inneren sicherheit, versteht sich, und um die unabhängigkeit zu wahren. dieser zusatz wurde von der konstituierten versammlung cubas mit 24:2 stimmen abgelehnt, woraufhin die amerikaner drohten, die insel solange besetzt zu halten, bis sich das stimmgewicht aus freier unabhängiger wahl zu ihren gunsten drehe. das 117,6 km² große gebiet um die guantanamo-bucht wurde gegen 2000$ pachtgebühr (ab 1935 verdoppelt) für 99 jahre abgetreten. seit der cubanischen revolution 1959 unter fidel wird das gebiet nicht mehr mit strom und wasser versorgt, 28 kilometer grenzzaun mit 44 wachtürmen sowie ein minenfeld umschließen die bucht. bei wikimedia gibt es saubere fotos von der basis. es ist ein exterritoriales gebiet, ein bisschen wie sealand, auf dem weder cubanisches noch amerikanisches recht gilt. kp, wieviel dazu schon geschrieben wurde, mit cuba hat das, juristisch betrachtet, rein garnix zu thun.