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panikblüte

gabor steingart, leiter des spiegel hauptstadtbüros in berlin:

"Die halbe Welt staunt über die niedrige Arbeitslosigkeit in den USA. Die andere Hälfte der Welt weiß, dass diese Statistik keine amtliche Statistik ist, sondern das Ergebnis einer freiwilligen Telefonumfrage."
(...)
"Der wachsende Konsum basiert nicht auf einer Ausweitung der Produktion, einem Anstieg der Löhne oder gar der Zunahme der Exporte, sondern zu seinem größten Teil auf steigenden Schulden."
(...)
"Die Auslandsverschuldung der USA wächst an jedem Wochentag um rund anderthalb Milliarden Dollar und liegt bei insgesamt drei Billionen Dollar. Die Privathaushalte sind im In- und Ausland mittlerweile mit neun Billionen Dollar verschuldet, wobei 40 Prozent dieser Schulden allein seit 2001 entstanden sind."
(...)
"Vieles, von dem die Zeitgenossen glauben, es sei unsterblich, wird eine globale Währungskrise unter sich begraben; womöglich auch die Führungsrolle der USA."

und das ist noch weit untertrieben. die vorboten sind längst von ihrer botschaft eingeholt worden. während die medienmaschine weiter vom aufschwung faselt, ist das aussenhandelsdefizit im juli um 5% auf seinen neuen höchststand von 68 mrd. $ angewachsen. schon länger wird prognostiziert, dass der große knall der immobilienblase den untergang einleiten wird. laut us-handelsministerium ist die zahl der erteilten baugenehmigungen im vergleich zum vergangenen jahr um weitere 20,8 % abgestürzt.
seltsam, dass diese zahlen nicht aus gründen der nationalen sicherheit unter verschluss gehalten werden. da gehen nicht einfach nur ein paar neocons pleite, die es sowieso verdient hätten; nouriel roubini, vorsitzender von roubini global economics und wirtschaftsprofessor an der stern school of business / n.y.u. in der financial times vom 10. august diesen jahres:

"Alle Indikatoren befinden sich im freien Fall, einschließlich der Preise für Neubauten. Dieser Einbruch an sich reicht schon aus, eine Rezession in den USA auszulösen: Seine Auswirkungen auf reale Wohnungsinvestitionen, Wohlstand und Konsumverhalten sowie Beschäftigung werden schwerer sein als das Platzen der Technologieblase, das die Rezession 2001 auslöste"

und das ist verständlicher weise mehr als gelinde gesagt. hier geht es nicht um einen sektor in schieflage, die schäden werden vergleichbar sein mit der großen depression von vor 80 jahren. vor allem, da die immobilienblase die einzige rettung aus dem untergang der new economy gewesen ist: nachdem der unternehmenssektor nicht mehr in der lage war, jedes jahr über 1e billion $ zusätzliche schulden aufzunehmen, mussten dutzende millionen privathaushalte in die falle gelockt werden. seit 2001 ist die jährliche schuldenaufnahme von 2 auf jetzt 4,5 billionen dollar gestiegen, aus der nummer kommen sie nicht mehr raus. wir leider genausowenig.


 
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